Soll-Ist-Vergleich & Falschfarbenbilddarstellung
Geometrische Abweichungen sichtbar machen. Qualität nachvollziehbar dokumentieren.
Der Soll-Ist-Vergleich ist eine zentrale Methode zur geometrischen Analyse von Bauteilen – etwa in der Serienfreigabe, bei Wareneingangsprüfungen oder im Rahmen von Reklamationsuntersuchungen. Dabei wird das reale Objekt mit dem digitalen CAD-Modell abgeglichen und die geometrischen Abweichungen farblich visualisiert – das Ergebnis ist ein Falschfarbenbild, das auf einen Blick zeigt, wo Toleranzen eingehalten oder überschritten wurden.
Wie funktioniert der Soll-Ist-Vergleich?
- 3D-Scan des Bauteils mittels Streifenlicht- oder Laserscanner
- Digitale Ausrichtung des Scans auf das CAD-Modell (nach RPS, 3-2-1 oder Best-Fit)
- Berechnung der Punkt-zu-Fläche-Abweichung über die gesamte Oberfläche
- Visualisierung der Abweichungen als Falschfarbenbild inkl. Skala (z. B. -0,50 mm bis +0,50 mm)
- Berichtserstellung mit Grenzwertanzeige, Hotspots und grafischer Legende
Vorteile des Falschfarbenvergleichs
- Schnelle Interpretation komplexer Geometrien durch farbliche Darstellung
- Vollflächige Analyse statt punktueller Stichprobenmessung
- Kombinierbar mit klassischen Prüfmerkmalen (z. B. Bohrungsdurchmesser, Radien)
- Ideal für Entwicklung, QS und Serienfreigabe
Typische Anwendungen
- Prüfung von Spritzgussteilen, Blechformteilen, Gussteilen
- Bewertung von Verzug, Schrumpfung oder Materialverlagerung
- Abgleich von Formkern- oder Werkzeugkorrekturen
- Schnelle Freigabeprüfung vor Serienanlauf
- Dokumentation im Rahmen von Bemusterungsverfahren (z. B. PPAP, VDA-Band 2)